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| Leistungsvergleich 289 - 351Es hat sich in einigen Kreisen ja schon rumgesprochen: Eckhard bekommt einen neuen Motor. Ein generalüberholter 351 Windsor aus der letzten Serie (94-97 mit Rollernocke) ist nun frisch aus den USA eingetroffen. Der originale 289er ist zwar noch frisch und fit, aber ein 351er ist schon ein besonderer Leckerbissen - und ab und zu sollte man sich etwas gönnen ... Um einen Vergleich zwischen den beiden Motoren zu bekommen, haben wir heute einige Messungen mit dem I-Pod Tool "Dynolicious" durchgeführt. Diese Software misst die Beschleunigung auf 50, 100, 150 etc in Sekunden und errechnet dann mit einigen eingegebenen Parametern (Fahrzeuggewicht in kg, Leistungsverlust im Antriebsstrang etc.) einen Wert für die Motorleistung. Selbstverständlich können diese Messungen in ihrer Genauigkeit keinen Vergleich mit einem anständigen Lauf auf dem Leistungsprüfstand aufnehmen, aber so weit daneben wird es auch nicht liegen. Zumindest die Beschleunigungszeiten decken sich mit den herkömmlich gestoppten Werten - und das Umrechnen mit den Parametern sollte die Software beherrschen. Und für die Beurteilung vom Erfolg von Tuningmaßnahmen reicht es allemal. Vorher: 289er Baujahr 1968 Ausgangslage: Der originale Motor ist mechanisch fit (gute Kompression, super Öldruck) und hat gegenüber dem Serienzustand folgende Modifikationen: Auslasskanäle leicht geportet, etwas sportlichere Nockenwelle im klassischen Edelbrock Performer Schliff, Ford 4V-Guss-Ansaugbrücke, 500er Edelbrock 1403 Vergaser, Pertronix II Verteiler (elektronische Zündung) und Fächerkrümmer im klassischen Tri-Y-Design (Shelbynachbau). Hinterachse Serie, offenes Differenzial mit der langen 2,79:1 Übersetzung. Der Serienmotor war ab Werk mit 195 SAE PS angegeben. Diese Angaben wurden in den Sechzigern in den USA ohne Anbauteile wie Wasserpumpe, Lichtmaschine, Lüfter etc. gemessen. Im Vergleich zu unseren PS (Messungen MIT Anbauteilen am Motor) sollte man also schon einige PS abziehen. Geht man von dem Wert 185 aus und zieht den Verlust im Antriebsstrang (nach meinen Recherchen ca. 10-15 % für Heckantriebsautos plus ca. 10 % für das antike Automatikgetriebe) ab, bleiben erwartete 130-150 PS an der Hinterachse für den 2V-289er in gesundem Serienzustand. Wir haben den Dynolicious mit folgenden Werten gefüttert: Gewicht mit Fahrer 1530 kg, Verlust im Antriebsstrang 0 (wir wollten die errechnete Leistung am Rad erhalten). Erster Lauf: nervös beim Start, zu sehr aufs Gas gedrückt und drei Sekunden lang durchdrehende Reifen beim Start. Tolle Showeinlage ohne nennenswerten Vortrieb :-\ Ich hatte das Gefühl, dass das noch steigerungsfähig ist. Deshalb haben wir gleich danach noch einen zweiten Lauf in entgegengesetzter Richtung durchgeführt. Die Ausschläge in den Linien markieren übrigens die Schaltpunkte: kurz unter 100 vom ersten in den zweiten Gang, bei ca. 150 vom zweiten in den dritten Gang. Zweiter Lauf: jetzt ohne durchdrehende Reifen beim Start. Man sieht an der orangefarbenen Kurve und an den Messdaten, dass "Eckhard" seine Leistung jetzt weitaus besser in Vortrieb umsetzt.
Bei 150 bin ich verkehrsbedingt vom Gas gegangen, deshalb bricht die Messung bei 160 ab.Elapsed Time = Zeiten für Viertelmeile etc und dabei erreichte Geschwindigkeiten:
Verschiedenes:
Rechnet man auf die ermittelte Leistung am Hinterrad noch ca. 20-25 % für den Verlust im Antriebsstrang inkl. Automatik dazu, kommt man auf rd. 250 PS an der Kurbelwelle. Der Wert ist wg. der Messmethode zwar ungenau, aber die Tendenz ist klar: Nicht schlecht mit einem alten 289er, der noch mit den 68er low-compression Serienköpfen unterwegs ist! Ich bin jedenfalls zufrieden. Das Grinsen im Gesicht verschwindet hoffentlich wieder ;-) Danke an Dirk und Susanne für das Equipment, den Kaffee und die gemeinsame Begeisterung :-) Und nun beginnt das Warten auf die Messungen mit eingebautem 351er Windsor. In Kürze mehr auf diesem Kanal ;-) Lust auf eigene Messungen? Dafür braucht man einen iPod
und das iPhone/iPod App Dynolicious. Viel Spaß dabei!
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