|
|
|
Ford Mustang 1968 Coupé - Strahlen und GrundierenDer Abschluss der Schweißarbeiten markiert einen Wendepunkt der Restaurierung: ab jetzt geht es nur noch aufwärts. Da an der gesamten Karosse oberflächlicher Flugrost vorhanden war, entschloss ich mich, die Sache einem Sandstrahler anzuvertrauen. Ich habe das bei einer früheren Restaurierung schon einmal in Eigenregie versucht mit Flex-Drahtbürste und Hand-Sandstrahlpistole und mir geschworen: nie wieder! Eine frisch gestrahlte Karosse ist sehr rostempfindlich. Da reicht schon ein kurzer Regenschauer beim Trailern oder eine Nacht in einer feucht-klammen Garage um das nackte Blech wieder mit einem bräunlichen Schleier zu überziehen. Optimal ist es also, wenn der Strahler gleichzeitig einen Lackierbetrieb hat so dass er die Grundierung zeitnah unter einem Dach vornehmen kann. Solch einen Betrieb fand ich in Bremen: Meister Nutzfahrzeugservice GmbH, Seumestraße 16, 28197 Bremen. Die Arbeiten sind meines Erachtens absolut bezahlbar - einfach mal bei der Fa. anrufen. Es wurde vereinbart, den Unterboden, die Radhäuser, den Motorraum und alle Kanten (die sich beim Strahlen nicht verziehen können) zu strahlen. Auch bei den Hauben, Türen und Kotflügeln sollten die Kanten und Falze gestrahlt werden. Als Grundierung wählte ich die teuerste Variante, einen Epoxy-Zinkstaublack. Die Grundierung sollte elektrostatisch aufgebracht werden. Das gibt keinen Spritzschatten und nur die Hohlräume müssen nachbehandelt werden. Der Strahler dokumentiert seine Arbeit mit Fotos, die er dem Kunden per Mail zugeschickt:
Hier noch ein paar Bilder, die ich beim Abholen gemacht habe. Kann mich gar nicht sattsehen am Ergebnis, deshalb an dieser Stelle ein paar Kilobyte mehr: Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Benutzen Sie den folgenden Link, um sich über eine voreingestellte Suche gezielt alle Mustang-Angebote bei mobile.de bis Baujahr 1970 anzeigen zu lassen:
Mustangangebot
bis Baujahr 1970 bei mobile.de Wie man sieht, hat die Karosserie den Sandsturm sehr gut überstanden. Keine Durchrostungen, keine weggeblasenen Falze. Kleiner Wermutstropfen: die Motorhaube und die Heckklappe haben ganz flache, aber großflächige Wellen davongetragen. Die Heckklappe habe ich als neue Repro beschafft - allerdings mit mieser Passform, so dass viel Nacharbeit bei Spengler erforderlich war. Die Wellen in der Haube hat ein Könner beim Karosseriebauer mit punktuell aufgetragener Hitze mit dem Autogenbrenner wieder glatt bekommen. Hinweise auf in
Deutschland lieferbare Bücher und DVDs zur Modellgeschichte sowie
Reparaturhandbücher finden Sie auf der Literaturseite
!
|
|