Berneg - Bernardi - NSU
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Bernardi Nr. 42 mit NSU Max Motor
Berneg/Bernardi Nr. 42, etwa 1980

bernardi_rahmen.509x340.jpg (8915 Byte)
Berneg/Bernardi Nr. 42, 
was davon übrigblieb

berneg780x400.jpg (64666 Byte)
Originale Berneg

typschild_bernardi.550x311.jpg (33009 Byte)
Typenschild der Bernardi Nr.42

Die abgebildete Bernardi habe ich gegen Ende der siebziger Jahre besessen. Der NSU Max-Motor in dem leichten Rohrrahmen bereitete eine Menge Fahrspaß. Ich habe das Fahrzeug leider verkauft, als ich eine Ausbildung begann. Ich würde mich über Informationen zu dieser Bernardi oder zur Geschichte der Marke sehr freuen.
Hier die Eigenschaften des Motorrads, soweit ich mich erinnern kann:

Rahmennummer 42

NSU Max Einzylinder-Viertaktmotor 247ccm, 17 PS, Trockensumpfschmierung, Haarnadelventilfedern, obenliegende Nockenwelle mit Schubstangenantrieb.

Tank aus Kunststoff; er musste für den TÜV gegen einen DKW Stahltank ausgetauscht werden

Die Telegabel stammte offenbar von einer DKW; ich kann mich daran erinnern, dass ich Ersatz für das defekte Lenkungslager nach langer Suche bei einem DKW-Teilehändler fand

Herstellungsland laut Brief: Italien

Ich gehe davon aus, dass sich das Fahrzeug nicht im Originalzustand befunden hat. Die Kunststoffumbauten lassen darauf schließen, dass sich ein eifriger Bastler um 1970 herum einen eigenen Café-Racer erschaffen hat.

Nachtrag vom 13.06.2001:

Es hat geklappt!  Paul (Mail: PaulMax@t-online.de ) hat diese Seite gefunden und mir weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Meine Bernardi ist auch wieder aufgetaucht, leider hat nur der Rahmen überlebt (sh. Foto oben). Tipps und Teile zum Wiederaufbau sind willkommen !!!

Bei der Bernardi muss es sich ursprünglich um eine Berneg Fario Sport gehandelt haben. Diese Fahrzeuge waren ursprünglich nicht mit NSU-Motoren, sondern mit selbstentwickelten 175 ccm Zweizylindermotoren ausgestattet. Einer der beiden Firmenbesitzer hieß Bernardi. Der Umbau auf einen Maxmotor wird also eine Spezialanfertigung gewesen sein.  Der Rahmen (aber leider nur der Rahmen) existiert noch. Für den Wiederaufbau werden Teile, Informationen und Zulassungsunterlagen (Briefkopie etc.) gesucht. Hat es noch weitere "Bernardi-Umbauten" gegeben? 

Es folgen weitere Fakten zur Firma Berneg, die ich aus verschiedenen Quellen zusammengetragen habe (ohne Gewähr):

In Mailand wurde 1955 das von Corrado Negrini und Paride Bernardi in Casalecchio di Reno (Bologna) realisierte Motorrad Berneg Iridea vorgestellt. Das Modell Iridea war ausgestattet mit einem 158 ccm kleinen Zweizylindermotor mit parallel stehenden Zylindern und einer obenliegenden, über eine Duplexkette angetriebenen Nockenwelle. Die Höchstgeschwindigkeit betrug ca. 100 km/h. Die Zylinder bestanden aus Grauguss, die Zylinderköpfe aus Leichtmetall. Das fußgeschaltete Vierganggetriebe war im Motorblock untergebracht, Primär- und Sekundärantrieb erfolgten über Kette. Der Rahmen war als Rohrrahmen konstruiert  und wies Teleskopgabel und Hinterradschwinge auf. 

1957 wurde die Iridea überarbeitet und das im wesentlichen baugleiche Modell Fario mit einem 175 ccm Zweizylinder vorgestellt. Die Fario hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h, die Sportversion Fario Gran Turismo hingegen war mit 120 km/h angegeben, was ich für ziemlich optimistisch halte angesichts der technischen Daten: 172,8 ccm (50x44 mm), 11 PS bei 8 000 U/min. Nach 1959 wurde nur noch die Fario Gran Turismo gebaut. 1961 verschwand die Firma Berneg von der Bildfläche.

 

Nachtrag vom 16.06.2002 (Paul): Berneg/Bernardi wurden nicht mit NSU-Motoren angeboten. Nr. 42 war ein Eigenbau.

Haben Sie weitere Informationen oder Material zum Thema "Berneg/Bernardi"? Bitte setzen Sie sich per e-Mail mit mir in Verbindung (webmaster@schouwer-online.de), damit hier eine informative Seite zu diesem Thema entstehen kann!

 
 
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